Update zum Thema „Clearing von EUR-OTC-Derivaten nach dem Brexit.“

Aktuelle Entwicklungen zum Thema Brexit

Das Thema des unregulierten Brexits ist zunächst einmal auf der zeitlichen, nicht aber auf der sachlichen Ebene entschärft.

Obwohl sich die EU und Großbritannien vor wenigen Tagen auf eine Verschiebung des Brexit-Termins bis zum 31. Oktober 2019 geeinigt haben, ist die Frage nach den Modalitäten des britischen Austritts aus der Europäischen Union nach wie vor ungeklärt. Die Parlamentarier erteilten zunächst dem Brexit-Deal von Premierministerin May, der eine Übergangsphase mit vorerst unveränderten Rahmenbedingungen vorsah, eine Abfuhr und stimmten einen Tag später mehrheitlich gegen einen ungeregelten (harten) Brexit. Einem erneuten Brexit-Referendum verweigerte das Unterhaus ebenfalls seine Zustimmung. Nach dem jüngsten Aufschub ist die EU nunmehr zu keinen weiteren Zugeständnissen mehr bereit.

Konkret bedeutet dies: Das Vereinigte Königreich wird die EU spätestens am 31. Oktober 2019 verlassen. Ein früheres Ausscheiden bleibt jedoch möglich unter der Voraussetzung, dass das britische Parlament das mit der EU ausgehandelte Austritts- und Übergangsabkommen vorher annehmen sollte.

Die britische Regierung will ihre Verhandlungen mit der oppositionellen Labour-Partei über einen Brexit-Kompromiss in den kommenden Tagen fortsetzen.
Wie Premierministerin May eine Einigung erreichen will und wann das Vereinigte Königreich tatsächlich austritt, bleibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt offen.

Welche Bedeutung haben die aktuellen Entwicklungen?

Ab dem 31. Oktober 2019 wäre das UK – sollte es zu einem Austritt ohne Abkommen (harter Brexit“ bzw. „No-Deal-Brexit“) kommen – als Drittstaat zu behandeln. Dies kann erhebliche Folgen für verschiedene Sachverhalte nach sich ziehen, z.B. im Aufsichtsrecht, bei direkten Vertragsbeziehungen mit UK-Unternehmen oder im Derivateclearing.

Detaillierte Informationen zum Clearing von EUR-OTC-Derivaten können Sie unter folgendem Link nachlesen: Clearing von EUR-OTC-Derivaten nach dem Brexit

Was SAM für Sie tun kann

  • Kritische Prüfung aller möglichen Brexit-Folgen für Inhaber von OTC-Derivateportfolien
  • Analyse und Bewertung angebotener Alternativen
  • Unterstützung bei der Umschichtung von Portfolios zu einem EU-ansässigen CCP

Wir unterstützen Sie bei der individuellen Aufarbeitung des Themas. Bei Interesse sprechen Sie uns gern jederzeit an!

Ansprechpartner
News - Ines Volkhardt
Ines Volkhardt
Analystin

+49 341 355 929 - 46
E-Mail senden
News - Karel Teich
Karel Teich
Prokurist

+49 341 355 929 - 41
E-Mail senden

« zurück