Brexit: Verlagerung von Swapgeschäften von England nach Deutschland

Ausgangssituation

Am 07. Juni 2019 wird Premierministerin May als Vorsitzende der Konservativen Partei zurücktreten. Die Liste der möglichen Nachfolger Mays ist lang und der Ausgang des Wahlprozesses ungewiss. Als einer der aussichtsreichsten Kandidaten gilt der ehemalige britische Außenminister Boris Johnson. Während die einen vor einem „harten“ Brexit warnen, lässt der Hardliner keine Zweifel an seinem Kurs aufkommen. Aus derzeitiger Sicht wird Großbritannien damit am 31. Oktober 2019 aus der EU austreten: Mit Deal oder ohne Deal.

Verlagerung von Swapgeschäften von England nach Deutschland

Verlässt Großbritannien die EU ohne vertragliche Regelung, müssen möglicherweise alle Derivatgeschäfte bis Ende März 2020 vollständig in den EU umgeschichtet werden.

Laut einem Bericht des Nachrichtendienstleisters Bloomberg haben nun ca. zehn Kreditinstitute Swap-Positionen von London nach Frankfurt verlagert. Unter anderem die Deutsche Bank sowie die Commerzbank und die UniCredit Bank sollen eine Verlagerung des Handelsplatzes von der Clearing-Tochtergesellschaft LCH Clearnet der London Stock Exchange (LSE) zur Terminbörse Eurex vorgenommen haben. Damit reagieren Sie auf den Umstand, dass der LSE aufgrund des anstehenden – möglicherweise harten – Brexits nicht länger das Clearing von Euro-Derivaten übernehmen kann.

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Was sollten Derivateinhaberinnen und -inhaber beachten?

Die LCH spielt bisher in Bezug auf das Clearing von Swaps und Futures eine zentrale Rolle. Dennoch ist weiterhin unklar, wer nach dem Brexit die Regulierung der LCH übernehmen wird. Damit bleibt auch weiterhin die Frage offen, ob tatsächlich alle Geschäfte verlagert werden müssen.

Wie der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet, soll die begonnene Umschichtung weiterhin monatlich wiederholt werden und verweist dabei auf Capitalab, eine Tochtergesellschaft des Inter-Dealer-Brokers BGC Partners Inc.

Nicht zuletzt aufgrund dieser Unsicherheiten, sollten sich Derivateinhaberinnen und -inhaber weiterhin auf verschiedene Szenarien vorbereiten und Ihre Portfolios kritisch prüfen, um unnötige Risiken zu vermeiden.

Was SAM für Sie tun kann:

  • Analyse und Bewertung möglicher Brexit-Folgen für Inhaber von Derivateportfolios
  • Prüfung angebotener Alternativen
  • Unterstützung bei der Umschichtung von Portfolios zu einem EU-ansässigen CCP

Gerne unterstützen wir Sie bei der Prüfung und besprechen mit Ihnen alle Möglichkeiten!

Sprechen Sie uns an!

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