Anzeichen für Zinsanstieg

Nach einer historisch langen Phase rückläufiger Zinsen mit im EUR-Raum seit längerem sogar negativen Langfristzinsen, könnte aktuell eine Trendumkehr anstehen.

Die längerfristigen US-Zinsen sind seit ihrem Tiefpunkt, den sie in der Folge des Corona-Ausbruchs im Juli 2020 erreichten, fast kontinuierlich gestiegen. In den letzten Wochen beschleunigte sich diese Tendenz sogar noch. So zeigten z.B. die US-Treasuries vom Tief einen Anstieg um fast 1,0% p.a. (von 0,5% p.a. auf aktuell knapp 1,5% p.a.).

Eine ähnliche Tendenz lässt sich auch in anderen Zins-/Währungsräumen feststellen. Auch langfristige EUR-Zinsen stiegen zuletzt leicht an und folgten mit einem fast halbjährlichen Versatz dem Muster der US-Zinsen. Gründe für den Anstieg dürften die sich aktuell abzeichnenden Anzeichen steigender Inflation sein, die durch die Corona-Sonderausgaben und in Deutschland zuletzt u.a. auch durch das Auslaufen der temporären Umsatzsteuersenkung hervorgerufen werden.

Für Kreditnehmer gilt es, die Zinsentwicklungstendenzen im Blick zu behalten. In den nächsten Jahren geplante Finanzierungen könnten sich bei einem weiteren Anstieg der Zinsen deutlich verteuern. Gleichzeitig führen Zinsanstiege aber zu Entlastungen bei schwebenden Marktwertverlusten aus bereits bestehenden Zinssicherungsgeschäften, wie Zinsswaps. Für Kapitalanleger führt ein möglicher Zinsanstieg zugleich wieder zu erhöhten Chancen, positive Renditen mit risikoarmen Anlageformen zu erzielen und Strafzinsen (Verwahrentgelte) auf Einlagen zu vermeiden.

Ein Instrument, um sich abzeichnende Zinsveränderungen frühzeitig zu erkennen und die möglichen Auswirkungen auf die eigenen Positionen überprüfen zu können, bietet unser Individuelles Zinsrisiko-Monitoring (IZM)

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