Closet Index-Tracking

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Closet Tracking – Hohe Gebühren für passives Fondsmanagement

Heimliche Indexnachbildung

Wie eng darf sich ein Fonds an seine Benchmark klammern? War früher die Nachbildung eines Indexes durch einen Investmentfonds ein Wert an sich, wird nun diskutiert, ob ein Anleger nicht mehr erwarten kann – schließlich ist mit börsengehandelten Indexfonds (Exchange Trading Funds, kurz ETF) mittlerweile eine kostengünstige Investition in Indizes möglich. Hohe Fondsgebühren sind seither nur mit dem Einsatz des Fondsmanagers zu rechtfertigen. Hierbei geht es nicht darum, ob der Fondsmanager seine Benchmark schlägt, sondern ob er sich überhaupt daran versucht. Dies wird vielfach bezweifelt. Der Verdacht des sogenannten Closet Tracking steht hierbei im Raum, d.h. der heimlichen Indexnachbildung.

Passives Fondsmanagement im Blick von ESMA und BaFin

Passive Anlagestrategien, die über ETFs mit geringen Kosten verfolgt werden könnten, seien als aktives Fondsmanagement mit deutlich höheren Gebühren vertrieben wurden – diesem Vorwurf geht mittlerweile auch die Finanzaufsicht in etlichen Ländern nach. Auf Geheiß der European Securities and Markets Authority, kurz ESMA, wird auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, den Fondsgesellschaften genauer auf die Finger sehen. Sie plant eine Untersuchung aller in Deutschland aufgelegten UCITS-Fonds. Das Ausmaß des Problems wird an einer Studie der ESMA deutlich. Hiernach könnte Closet Tracking bis zu ein Sechstel des gesamten Fondsmarkts betreffen, wobei allerdings der Nachweis im Einzelnen schwer zu führen ist.

Weitere Informationen zum Thema Closet-Tracking finden Sie hier.


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